Der Standort am See ist einzigartig. Selten berühren sich Stadt- und Naturraum so unmittelbar wie hier. Unmittelbar an die City grenzt ein See voller Trinkwasser, gesäumt von Parks und Promenaden, und in der Ferne begrenzen erst die Alpen den Blick.
Stadteinwärts blickend erkennt man in der Gebäudefront am See Zürichs eigentliches Schaufenster, eine mondäne Parade von Flagship-Bauten internationaler Unternehmen und öffentlicher Gebäude. Indem jeder Bau den Gestaltungsregeln des Bürkli-Plans folgt, kommt es dabei zu einem stimmigen Ensemble statt zu einem Missklang geltungsbedürftiger Solisten. Umgekehrt wird dieses Regelwerk bald zum Korsett, wenn Neubauten die Beschränkung der Baumassen durchbrechen; der wuchernde Kongresshaus-Neubau am alten Standort hat dies vor Augen geführt.
Philipp Esch, Stephan Sintzel
Mitarbeit: Isabel Gutzwiller, Susann Kintat
Programm: Kongresshaus und Kongresshotel
Bauherrschaft: Amt für Städtebau, Stadt Zürich
Standortevaluation fünf möglicher Ersatzstandorte 2009 - 2010