Wettbewerb Eigentumswohnungen am Rietpark, Schlieren

Die Transformation des Geistlich-Industrieareals in Schlieren, einem Vorort von Zürich, hat erst auf dem Papier stattgefunden: Ein Masterplan gibt klare, verbindliche Fluchten für den zukünftigen Wohnblock vor, der zwischen Strasse und Park liegt. Weil von der Strasse und der nahen Eisenbahnlinie viel Lärm droht, werden die Querseiten des Hauses konkav ausgebildet. So entstehen zwei nebeneinander liegende Baukörper in der Form zweier Sanduhren, die in der Taille sehr schlank sind, an den Rändern dagegen so breit auslaufen, dass sie einander berühren. Der Schallschatten der Breitseiten sorgt für Ruhe im Innern des Blocks.

Dieses Innere bildet eine Gegenwelt zur formellen, verschwiegenen Aussenseite. Die geschwungenen inneren Fassaden sind informell und durchlässig gestaltet, heiter und mitteilsam gestimmt. Das Wechselspiel von konkaver und konvexer Umfassung versetzt die Hofseiten in Bewegung. Der Raum wird entgrenzt und wirkt weit grösser, als er wirklich ist.

Angesichts der grossen Dichte werden die Schwellenbereiche zwischen individueller und gemeinschaftlicher Sphäre besonders wichtig. Doppelgeschossige Wohnateliers im Erdgeschoss verwischen die Grenze zwischen Wohnen und Arbeit, breite Loggien bilden eine raumhaltige, permeable Membran zum Innenhof.

Projektwettbewerb: 2012
Mitarbeit: Tobias Abegg, Nicola Wild
Adresse: Brandstrasse, Schlieren
Bauherrschaft: Geistlich Immobilia AG, Schlieren
Programm: 139 Eigentumswohnungen (2,5 – 4,5 Zimmer)
Landschaftsarchitektur: Berchtold Lenzin Landschaftsarchitekten BSLA, Zürich
Bauingenieur: Ernst Basler + Partner, Zürich


Cruz & Ortiz, Hofhaus, Sevilla, 1976
Carlo Borromini, Kuppel von San Carlo alle  quattro fontane, Rom, 1644, Bild: A .Lukic
Situation Situation
Situation
Schnitt Schnitt
Schnitt
Typengrundriss Wohnung Typengrundriss Wohnung
Typengrundriss Wohnung
Grundriss Regelgeschoss Grundriss Regelgeschoss
Grundriss Regelgeschoss