Diejenigen Quartiere Zürichs, die zusammenhängend von Baugenossenschaften besiedelt worden sind, gehören zu den besonderen städtebaulichen Errungenschaften der Stadt. Der Entlisberg, eines der grössten Beispiele, ist grösstenteils vor dem Krieg bebaut worden. Entstanden ist eine zeittypisch kleinmassstäbliche, relativ privat anmutende Bebauung. Diese Qualitäten gilt es auch bei einer Neubebauung zu erhalten: Hoher Grünanteil - Planung im grösseren Zusammenhang des Gesamtquartiers – private, eher kleinmassstäbliche Bauweise.
Die starke Verdichtung der Siedlung Balberstrasse, liess allerdings Bedenken aufkommen, ob die Grünräume überhaupt zu qualitätvollen ‚Binnenräumen’ werden können oder aber zu blossen Zwischenräumen eingeengt werden. Vorgeschlagen wird nun ein Bebauungsmuster, welches die verbindliche Fassung der Aussenräume wohl beibehält, diese aber im übergeordneten Grünraum des Quartiers aufgehen lässt.
Die Baukörper sind von quartierüblicher, eher bescheidener Grösse. Ihre polygonale Form verhindert frontale Vis-à-Vis zugunsten von sukzessiven Verengungen und Aufweitungen des Aussenraums. Auf diese Weise können sich die Häuser relativ nahe kommen, ohne dass Korridor-Situationen entstehen und ohne dass es zu unerwünschten Einblicken kommt. Die Häuser blicken sozusagen aneinander vorbei.
Philipp Esch, Stephan Sintzel
Mitarbeit: Nicola Wild, Marco Rickenbacher, Claudia Mühlebach, Simona Zimmermann
Programm: 65 Wohnungen (2.5 - 6.5 Zimmer)
Bauherrschaft: Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ)
Landschaftsarchitektur: André Schmid Landschaftsarchitekten BSLA
Wettbewerb auf Einladung: 2011 - 3. Rang